Carsten Schubert - Meine Geschichte

Hier siehst du die Essenz meiner Geschichte.
Video: Die 9 Quellen der Begeisterung
Datenschutz ist Ehrensache

1966. Begeisterung ist angeboren

 

Meine Geschichte beginnt wie deine Geschichte. Wir alle waren mal bis in die letzte Zelle vom Leben begeistert. 

Dann kam Kunstmilch, einsame Stunden im Laufstall und die Erziehung dazu. Als Kind zweier Kriegskinder lernte ich früh brav zu lächeln, den Teller fein leer zu essen und immer artig zu sein. 

Heute wissen wir, dass uns (fast  allen) der  Zugang zu unserm wahren Selbst zu Gunsten eines angepassten falschen Selbst versperrt ist. Die gute Nachricht ist: Du kannst den Zugang freilegen!

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Vaterhunger

 

Mein Vater kam in einer Bombennacht im Juni 1944 im Keller eines Krankenhauses in Sachsen zur Welt. Seinen Vater sah er zum ersten Mal, als dieser im Mai 1945 von der Ostfront nach Hause kam. 

Ein gieriger Hunger nach Leben, Liebe und Leistung waren die Antreiber für die Jungen seiner Generation. Dieses Erbe trat ich unbewusst an.

Er wurde Profi-Biathlet und später Sportlehrer. Seine Weltsicht habe ich so in Erinnerung: Alles oder Nichts. Man lebt nur einmal. Beruflich war er viel unterwegs. Den letzten Abend seines Lebens verbrachte er mit Kollegen auf einer Dienstreise. Am folgenden Mittag fuhr er mit dem Auto nach Hause. Es war ein flirrend heißer Tag im Sommer 1976. Sekundenschlaf? Den stehenden LKW auf seiner Spur sah er nicht. Er starb mit 32. Ich war neun. 

Seinen Tod konnte ich Jahrzehnte nicht beweinen. Erst als ich selbst fast fünfzig war durften meine tiefsten Tränen rollen. 

Danke, Vater!

Begeisterung für den Sport

 

Mit fünf Jahren konnte ich noch nicht schwimmen. Aber mit der Weste meines Vaters auf seinen selbst gebauten Wasserski die Spur halten - kein Problem in den 70´ger Jahren. 

Sport ist Leben. Leben ist Bewegung. Bewegung ist Begeisterung.

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Begeisterung für den Start

 

Starten ist Leben. Der Zauber liegt im Anfang. Der Wettkampf im olympischen Geist war das Mantra meiner Kindheit und die Basis für das Leben voller Begeisterung. 

Der Wettkampf als Bild für das Leben in seiner puren Fassung. Die Kräfte gut einteilen, ein Ziel im Kopf und die Konkurrenz im Blick haben. Das Beste geben. 

Das Leben als Tanz zwischen Anspannung und Entspannung. Training und Faulsein.

Wettkämpfer sind Grenzkämpfer. Die beste Motivation ist der Vergleich mit sich selbst, die Freude am Überschreiten individueller Limitierung. 

Das Überschreiten der Ziellinie ist immer auch der Übertritt in eine neue Lebensdimension. Es ist nur ein Augenblick, der den Genuss der Zielerreichung ausmacht. 

Für diesen Augenblick loht sich Trainingsqual und Wettkampfschmerz. 

 

 

1983. Begeisterung im Handwerk

 

"Junge, lern erst mal einen richtigen Beruf, studieren kannst du dann immer noch". Die Worte meines Großvaters klangen sonor. 

Ich folgte meiner Begeisterung für das Holz und lernte den Beruf des Tischlers. Es machte Spass und ich gehörte nach einem Jahr zu den drei Jahrgangsbesten.

Wir durften mit auf "Montage" fahren, ein Fest für den jungen Mann. Die Projekte waren anspruchsvoll, feinstes Material glitt durch unsere Hände und die Arbeit war (fast) reine Freude. 

Im Handwerk habe ich ein Gespür für passendes Werkzeug gelernt. Oft sind es Feinheiten die darüber entscheiden, ob eine Arbeit wirklich schön wird. 

Besonders liebe ich die klare Umgangssprache in der Werkstatt oder auf der Baustelle. Einfach und direkt. 

Nach der Ausbildung wollte ich "weiter" auf meinem Lebensweg. Doch ich hatte kein eigenes Ziel. Als Orientierung nahm ich die Empfehlungen der mich umgebenden "Erwachsenen". 

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Carsten Schubert Büroangestellter 1996 Blog Graphic

1996. Entgeisterung im Büro

 

Kurz vor meinem 30. Geburtstag kam der Augenblick, an dem ich mir eingestehen musste: Carsten, du bist falsch abgebogen auf deinem Lebensweg. 

 

Das tat sehr, sehr weh. Tiefer, ziehender Seelen-Schmerz. Ich war ganz brav den Einflüsterungen meiner Mitmenschen gefolgt, hatte nach meiner Tischlerlehre das Abitur nachgeholt und Wirtschaftswissenschaften in Deutschland und Frankreich studiert.

Als Praktikant in der Kreditabteilung einer Bank saß ich an meinem Schreibtisch und war völlig entgeistert.

 

Meine innere Stimme rief laut: Raus hier! Zum ersten Mal im Leben bin ich meiner inneren Führung gefolgt. Mein Chef bot mir einen Arbeitsvertrag mit der Option auf Übernahme nach dem Studium an. Ich habe abgelehnt.

Ich durchschritt die große Glastür im Foyer nach Feierabend als ein Tor in die Freiheit. Ich habe mich nicht umgedreht und das Gebäude nie wieder betreten. 

1997. Abbruch

 

Keine Ahnung was ich mache soll. Mein falsches Selbst hatte mich noch fest im Griff. 

Zum Abschluss des Studiums fehlte noch eine Diplomarbeit. Ein Disaster. Ich scheiterte, bekam die Arbeit mit der Note "ungenügend" und dem Auftrag der Wiederholung zurück. 

Meine Kraft war aufgebraucht. Gute Freunde trugen mich stützend durch dieses Lebenstal.

Danke, Freunde! 

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Der Schmerz ist das Tor zur Freude

 

Der Schmerz ist dein Freund. Schmerzen sind immer Wachstumsschmerzen.

Nach einem Wettkampf schmerzen die Muskeln und sie wachsen  über Nacht.

Nach einem ehrlichen Gespräch schmerzt die Seele und sie wächst über Nacht.

Der Ausdauersport offenbarte mir den Weg zu mir selbst.

 

Das Laufen als Metapher für Bewegung, Aufbruch und neue Ziele im Leben. Ich begann mit dem Wettkampfsport. Volksläufe an den Wochenenden weckten alte Lebensgeister und die Lust an der Leistung. 

 

Das Buch "Der lange Lauf zu mir selbst" von Joschka Fischer inspirierte mich zum Training für einen Marathon. Ich dachte: Wenn der das schafft (dieser Politiker mit den vielen Kilos), dann schaffe ich das auch. 

 

Der Schmerz nach dem Training und das wohlige Vergehen des Schmerzes nach der heißen Badewanne waren wohlige Wechselbäder des Lebens in diesen Jahren. 

 

2000. Aufbruch

 

Meine innere Führung gebot mir: Wenn du wirklich wissen willst wer du bist, dann musst du Abstand zu dem herstellen, was du kennst. Mindestens 400 km.

Ich kündiget meine Wohnung, kaufte für 1000 Mark ein altes Auto und gab ein kleines Abschiedsfest für meine Freunde. Meine Möbel lagerte ich ein und mit zwei Umzugskisten und einem Fahrrad auf dem Dach machte ich mich am 6. Juni 2000 um 14.35 Uhr auf den Weg in das Leben, was für mich vorgesehen ist.

Kraftvoll führte sich der Moment an, unglaublich kraftvoll. Die Grenzen der Stadt flogen an mir vorbei und ich selbst hatte das Gefühl, zu fliegen. Tonnen von Last fielen von mir ab. 

Nach einer Übernachtung im Wald und 482 km kam ich am nächsten Morgen in Frankfurt am Main an. Bei einem Freund schlief ich auf dem Sofa, suchte mir für die Übergangszeit einen Kellnerjob und bewarb mich als Büroangestellter. Ich wusste was ich will: Im Büro Geld verdienen am Tag und über Weiterbildung am Abend meine Passion für das Zwischenmenschliche in eine Berufung verwandeln. 

 
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2003. Durchbruch. Empfang meiner Berufung

 

Sieben Jahre Ausdauersport und Arbeit - das war meine Reifezeit. 

Ich begann mit dem Laufen. Nach zwei Jahren der erste Marathon, später Ultra-Marathon und 100 km-Lauf. 

Im Triathlon habe ich meine Grenzen ausgedehnt. Kurzstrecke, Mittelstrecke, IRONMAN. 

 

Im Langstrecken-Radsport habe ich meine Grenzen gesprengt. Ich konnte ich mich im Sommer 2003 für das Radrennen Paris-Brest-Paris qualifizieren. Im Nebelmorgen nach der vierten Nacht hatte ich die 1000 km-Marke geknackt und es hat "Bumm" gemacht.

 

Im Dopamin-Rausch schüttelte mich ein Glücks-Weinkrampf zwei Stunden lang und ich empfing meine Berufung. 

 

Meine innere Führung sagte kristallklar: Carsten, du sollt als Trainer arbeiten! Ich fuhr nach Hause und begann das weiterbildende Studium Coaching und Supervision an der FH Frankfurt.

Das personenzentrierte Gespräch

 

Ein Gespräch kann so unglaublich kraftvoll und heilend sein. 

Wenn eine Person im Zentrum der Betrachtung steht und alle Sinne auf die ehrliche Begegnung mit dem wahren Seelenkern des Anderen ausgerichtet sind, dann werden Kräfte frei die Berge versetzen und Dämme brechen. 

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Die Kraft des Kreises

 

Ein Gespräch im Stuhlkreis erzeugt ein sehr kraftvolles Energiefeld. Besprechungen bekommen eine neue Qualität. Unausgesprochenes wird über die Körper eher sichtbar. Der Kreis ist die älteste Kommunikationsform, die wir Menschen kennen. Wir haben nur vergessen, was für eine Qualität und Schönheit in so einem Gesprächsraum entstehen kann. 

2005. Umbruch. 10 Jahre Vaterteilzeit

 

Der feste Glaube an innere Führung und Fügung des Schicksals beschenkte mich mit der Begegnung mit meiner Traumfrau. Während des ersten Kusses zog sie in meine Junggesellenwohnung ein und acht Wochen später gab es dieses berühmte Gespräch "....Schatz, ich muss dir was sagen...."

Was für eine Freude! Das Universum liefert! Als "moderner" Mann wollte ich eine neue Rolle mit Leben füllen und sagte meinem Chef: "Herr Chef, ich werde Vater und möchte 20 Stunden Teilzeit arbeiten."

Seine Antwort: 

"Super Engagement, Herr Schubert. Aber nicht in meiner Firma. Sie sind ein Leistungsträger hier und sie arbeiten weiter Vollzeit mit Überstunden, oder sie kündigen."

Ich habe gekündigt. Der Kopf sagte: Wahnsinn. Das Herz sagte: Frohsinn.

Die Vorbereitung auf diesen Augenblick war gemacht, ich wechselte in das Berufsfeld der Erwachsenenbildung. Mit viel Reibungsverlust. Ich bin kein Typ, der sich gut verkaufen kann. 

Meine Frau, eine Berufsschullehrerin, und ich haben zwischen 2005 und 2015 zehn Jahre lang eine 6-Tage-Woche gearbeitet und unserer drei Kinder intensiv durch ihre ersten Jahre begleitet. Jeder drei Tage Erwerbsarbeit und drei Tage Erziehungsarbeit. Ohne Oma in der Nähe. Sonntag war frei. 

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Carsten Schubert 2007 Dozent FH Frankfurt

2007. Neustart. Erster Auftrag als Trainer

 

Mein erster Auftrag als Dozent an der FH Frankfurt - das war ein unendlich stolzer Moment. 

 

Später konzipierte ich für Bildungsträger Talent-Findung-Seminare. Sieben Jahre lang habe ich als Bewerbungstrainer gearbeitet.Parallel begleitete ich Seminare für Teamentwicklung im Mittelstand. 

 

Heute habe ich in weit über 10.000 Stunden Praxis als Trainer und Berater unendlich wertvolle Erfahrungen gesammelt.

Ich weiß welche Methoden kurz und knackig weiterbringen. Dieses Wissen will ich mit Begeisterung weitergeben.  

 

Mein Wissen will ich weitergeben. Jeder hat einen Ruf, dem er folgen darf. Jeder hat das Recht auf Begeisterung. 

Bergbegeisterung

 

Wir sind Natur. Die Weite der Berge ist seit Anbeginn der Zeit ein Ort des Rückzugs. Der anmutige Blick in den Raum der Welt, die luftige Höhe, die Angst beim Gang über den schmalen Pfad. Ein Genuß. 

 

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Carsten Schubert - Inspiriteur

2018. Essenz: Begeisterung

 

Mit über 10.000 Stunden Trainingserfahrung, tausenden ehrlichen Begegnungen und hunderten tief berührenden Einzelgesprächen im geschützten Raum kann ich sagen:

 

Die Essenz ist Begeisterung. Die Entscheidung heisst: Übernimm die volle Verantwortung für dein Leben. Für dein Licht und deine Schatten. Es ist einfach - und es ist mühsam. Der Lohn ist ein Leben in deiner vollen Kraft und Freiheit. 

 

Begeisterung ist dein Geburtsrecht. Geh dafür! Begeisterung ist deine Lebenspflicht. Steh dazu! Begeisterung ist dein Schicksal. Nimm es an!

 

 

Hier siehst du die Essenz von Begeisterung.
Video: Die 9 Quellen der Begeisterung
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